Tagebuch

Wenn man etwas Neues ausprobiert, kommen die Fragen allmählich.

Ich werde auf dieser Seite die Entwicklung des Sachsendank, die Veränderungen und Hinweise von aufmerksamen Mitspielern festhalten, damit diese Veränderungen für jeden nachvollziehbar sind.

Manchmal ergeben sich Veränderungen, da man erst im Tun Fehler erkennt und diese dann erst korrigieren kann.

Vielleicht ist es auch interessant, wie ich mich selbst beim Spiel erlebe, deshalb werde ich hier eine Art „Sachsendanktagebuch“ führen.

13.12.17

Ich bin aufgeregt, es ist alles vorbereitet, heute werden wir unsere ersten Sachsendank entstehen lassen. V. empfängt mich wie immer freudestrahlend.Llange haben wir an diesem Projekt gearbeitet, Sie künstlerisch, ich hatte die Idee. Stundenlang haben wir über Design des Sachsendank, über die Satzung aber auch die Minuto und Spielregeln und über die erste Internetseite meines Lebens geknobelt. Uns rauchte der Kopf, aber irgendwie fühlte es sich gut und durch V. Art, auch wieder gelassen und erreichbar an.

Heute haben wir die Satzung mit Datum und Unterschrift vollendet. Die Minutos geschnitten, ausgefüllt und den ersten Sachsendank entstehen lassen. Erst mal ganz schön viel zu tun, es musste ja auch alles stimmen in der Vereinskasse. Nach 3 Stunden war unser erster Vereinsabend Geschichte, ich fühlte wie mein Kopf noch rauchte – hatten wir auch wirklich nichts vergessen, wird das alles richtig sein, wird es als Spiel überhaupt angenommen werden???—

Am nächsten Morgen sah die Welt mit Ihren vielen Fragen schon besser aus. Ich schaute auf meine selbst erstellten Sachsendank und fühlte mich gut. Was soll schon passieren? Es ist ein Spiel, bei dem niemand etwas verliert, denn den eingezahlten Euro erhalte ich ja mit dem Ablauf des Sachsendank zurück. Zu einem Spiel kann man niemanden zwingen und das beste ist, ich kann etwas verschenken, was einen Wert hat. Ich bin gespannt, wie die ersten Beschenkten reagieren.

Ich habe meinen ersten Sachsendank verschenkt.

Ich weiß, das dieser mit Euro und positiv gestalteter Lebenszeit gedeckt ist und, ich fühlte mich prima.

Da ich mir genau angesehen habe, wem ich es verschenke, habe ich auch gleich noch die Rückseite benutzt um darauf zu vermerken, warum dieser Mensch es mir Wert ist, das machte die Sache noch etwas schöner. Mein Dank brachte ein breites Lächeln in das Gesicht des Beschenkten.

22.01.18

Zweiter Vereinsabend

Ich berichtete V. Von einem zweiten Verein den ich gegründet hatte und der sich jetzt ein Vereinslogo und einen Stempel wünscht. V. Hat noch viele Vorlagen und so einigten wir uns darauf, dass Sie uns einen vorbereitet. Ihre Augen strahlten bei diesem Auftrag.

Wir stellten fest, dass der Fingerdruck beim Leistungserbringer mühselig ist und legten fest, dass nur noch der Euroeinzahler einen hinterlegen sollte. Außerdem wäre es günstig, die Leistung auf dem Minuto zu benennen und die eingezahlten Euro mit auf diesem einzutragen, der Übersicht wegen. Ich notierte mir diese Aufgaben und freute mich über diese Rückmeldungen zur Verbesserung des Spiels. Wieder fand ich das schneiden stempeln und die Buchhaltung etwas anstrengend und es passierte uns auch ein Fehler, den wir erst am Ende bemerkten.

Wir hatten als Gültigkeitsdatum den 31.06.2018 eingetragen, dabei gibt es dieses Datum gar nicht.

Erst wollte ich mich ärgern, weil es ja nicht korrekt ist, aber dann besannen wir uns darauf, dass es ja ein Spiel ist und das der Sachsendank dann eben am 1.7.18 definitiv verfällt. Es kann ja nichts passieren, denn es stehen keine Forderungen an. Wir mussten beide lachen über unseren Fehler und genossen es, dass es ja nur ein Spiel ist.

30.01.18

Der Tag des großen Schenkens

Am 30.1.18 fand in Bautzen die Überreichung des Bautzner Friedenspreises statt.

Zufällig traf ich V. , wir hatten beide reichlich Sachsendank mit und so entschieden wir uns kurzfristig, diese an die Menschen zu verschenken, die sich die Zeit genommen hatten, bei dieser Preisverleihung dabei zu sein. Es ging um den Frieden und jeder der sich dafür Zeit nimmt, hatte es in unseren Augen verdient. So stellten wir uns in den Ausgang und verteilten unsere Sachsendank.

Einige schauten verdutzt, nahmen es aber gerne an, da darauf Dank stand. Wer es schon mitbekommen hatte nahm den Sachsendank mit Freuden entgegen. Uns hat es Spaß gemacht den Sachsendank auf diese Art zu verteilen.